Strahan - Lake St.Clair - Welcome to Silvia and Wörni

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Strahan - Lake St.Clair

Australien

Freitag, 29.11.24 Strahan

Heute herrscht wieder Morgestraich Stimmung, denn der gebuchte Schiff-Ausflug beginnt schon um 9 Uhr. Wir verlassen den schönen Schlafplatz und fahren schon vor 8 Uhr zum Parkplatz des Visitor-Centers und nehmen unser z'Morge dort. Bald wechseln wir auf den hochmodernen Katamaran. Wir haben auf dem upper Deck gebucht. Es ist nicht überfüllt. Bei herrlichem Sonnenschein besuchen wir als erstes das Hells Gates, eine sehr schmale Meerenge, die die grosse Tasmansee vom Binnenmeer „Macquarie Harbour" trennt. Es ist eine gefährliche Einfahrt mit viel Strömungen. Wir haben das Wetter-Glück und können diese Enge mit dem Schiff passieren, ein wunderbarer Augenblick. Wieder zurück im „Macquarie Harbour",  der einzige Hafen an der sturmgepeitschten Westküste, steuern wir Sarah Island an. Dort gab es eine berüchtigte Strafkolonie. Die Insassen mussten unter widerlichsten Umständen in der angesiedelten Bootswerft Schiffe bauen;  es war die Hölle auf Erden. Im umliegenden Regenwald wurden die  bis zu 2000 Jahre alten Huonkiefern, deren fäulnisresistentes Holz einst im Schiffsbau sehr gefragt war, hier verwendet. Ein Rundgang auf der Insel mit furioser Führung bringt viel Informationen. Nach dem Mittagslunch geht's zum nächsten Teil, die Fahrt hinauf auf dem Gordon River durch den Regenwald, eine Traumfahrt. Am Ende wird uns eine kleine geführte Tour durch den Urwald geboten und alle vorkommenden Pflanzen und Tiere erklärt. Während der Rückfahrt geniessen wir nochmals die herrliche Natur ohne Häuser und Zivilisation. An den Seeforellen-Zuchtbecken vorbei im offenen Meer erreichen wir gegen 4 Uhr die Anlegestelle, wobei wir noch die alte Sägerei besichtigen können, die die Huonkiefern verarbeiten. Wir fahren zu unserem schönen Übernachtungsplatz zurück, nehmen einen Apéro und schauen uns etwas später im Hamers Hotel die Speisekarte an; Wir müssen uns aber noch eine Stunde gedulden bis ein schöner Tisch frei wird. Ich genehmige mir wieder Austern mit Garlic Bread und Silvia Catch of the Day; überraschend gut. Um 8 Uhr macht hier alles dicht. Bei unserem Schlafplatz können wir noch einen oder mehrer Otter im Wasser feststellen.


 
 

Samstag, 30.11.24 Strahan Lake St. Clair

Heute ist wieder Reisetag. Es geht wieder meist durch Regenwald nach Queenstown. 1881 entdeckte man hier Zinn und Kupfervorkommen, was einige Leute reich machte, die Natur aber dauerhaft schädigte. Unterdessen versucht man die verkarstete Mondlandschaft wieder aufzuforsten. Oestlich von Queenstown folgen wir dem Highway durch eines der grössten zusammenhängenden Naturschutzgebiete Australiens. Es verbirgt sich hier eine der wildesten und unzugänglichsten Landschaften Tasmaniens, die nur erfahrenen Buschwandern zugänglich ist. Kurz nach dem Überqueren des Lake Burbury besuchen wir noch die Nelson Falls mitten im Dschungel. Man erreicht die 80 m hohen Wasserfälle auf einem herrlich angelegten romantischen Pfad nach ca. 20 Minuten. Es soll hier auch Schnabeltiere im Wasser haben. Die Fälle sind eindrücklich. Weiter rollen wir durch Regenwälder auf dem Lyell Highway. Wir biegen bei Derwent Bridge ab und fahren auf der 5 km langen Stichstrasse zur Lake St. Clair Lodge, erkundigen uns im Visitor-Center und buchen für eine Nacht. Unser Platz liegt mitten im Wald zwischen riesigen Bäumen ganz einsam, hat aber Strom und Wasser. Es beginnt zu regnen. In der Lodge, ein elegantes Gebäude mit Cheminée und Restaurant, wird uns ein Tisch am Fenster zugewiesen. Wir geniessen die Wärme des Raums und die Aussicht. Silvia hat vietnamesiches Chicken mit Reis auf dem Teller, und ich habe Lust auf eine Pizza. Beides sehr gut. Das Gute-Nacht-Bier nehmen wir vor dem Cheminée ein. Wir sind wieder einmal die letzten!


Sonntag, 01.12.24 Lake St. Clair

Es hat die ganze Nacht wie aus Kübeln gegossen. Wir entscheiden uns, noch einen Tag zu bleiben und Hausarbeiten, wie Waschen, Photos sortieren und andere Sachen  zu erledigen. Am Nachmittag versuchen wir, noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, müssen diesen aber vorzeitig abbrechen, da es erneut zu regnen beginnt. Stattdessen gibt's ein Bier in der Lodge. Wanderer kommen hier am Ziel ihrer 7 tägigen Wanderung von Cradle Mountain her an. Nach einem Quass, ich habe gewonnen, begeben wir uns in die Lodge zum Nachtessen. Ich nehme dieses Mal das vietnamesische Chicken und Silvia das Rindsragout an Guiness-Sauce mit Kartoffelstampf zu einem Pinot noir. Kurz vor 8 Uhr ist last Order, dann macht der Laden dicht und auch wir verziehen uns in den Camper.


 
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