17.4.- Pardoo-Broome - Welcome to Silvia and Wörni

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17.4.- Pardoo-Broome

Australien 26

Fr, 17.4.26  Pardoo Station - 80-Mile-Beach 145 km

bis 38 Grad


Ich versuche hier noch, meine Bierreserven aufzufüllen, aber Bier gibt's erst ab 12 Uhr. Dafür kann ich den liegengelassenen Schlauchadapter ersetzen. Im 80-Mile-Beach-Caravan-Park haben wir gestern für 2 Nächte reserviert und dorthin führt jetzt der Weg. Es geht wieder 14 km zurück über die  unbefestigte Strasse, dann auf der Great Northern Highway bis zum Abzweiger zum Beach, wieder eine rumpelige Naturstrasse. Die Temperatur-Anzeige steigt manchmal über 38 Grad. Der Camping liegt direkt am Meer. Der Strand ist flach, man kann weit hinaus waten. Aber Baden ist hier nicht ratsam. Haie, Seeschlangen und Quallen vermiesen einem den Spass. Aber die Sicht ist fantastisch. Wir installieren uns unter Bäumen, montieren den Strom und lassen die Klimaanlage laufen. An der Reception können wir unsere Bierreserven auffüllen, es ist schon nach 12 Uhr. Als Silvia den Eiskasten öffnet, stellt sie fest, dass sich das Pesto-Glas geöffnet und all den Inhalt in der Kühlschublade verteilt hat. Das war ein Fluchen! Wir machen Siesta und schreiben Karten. Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Strand, denn an diesem Beach soll man die schönsten Sonnenuntergänge verfolgen können. Es ist Ebbe und wir waten weit hinaus. Wir treffen einen Schweizer namens Andi aus dem Thurgau; er erzählt uns viel von seinen vielen Erfahrung in Australien. Langsam geht die Sonne unter, der Horizont färbt sich rot und röter......und blubb ....die Sonne ging unter, und gleich wir es auch stockdunkel, denn der Mond ist noch nicht aufgegangen. Im letzten Coles Supermarkt haben wir ein 'kleines' Porthouse-Steak gekauft und das kommt heute in die Pfanne. Mit der feinen Marinade von Silvia, dem Blumenkohl und den Kartoffeln schmeckt das Essen fantastisch. Den Rest des Abends sitzen wir wieder plaudernd vor dem Camper in unseren Sesseln,  während die meisten anderen Gäste wahrscheinlich bereits schlafen. Zu unserer Verwunderung gehen die meisten Australier wenn die Temperatur endlich angenehm wird, früh zu Bett, wir sind meistens die einzigen, die den Schlummertrunk unter dem Sternenhimmel geniessen. Im Gegenzug sind um spätestens sieben Uhr morgens schon alle auf den Beinen. Andere Länder andere Sitten...


Sa, 18.4.26  80-Mile-Beach 0 km
bis 38 Grad Ruhetag

In der Nacht hat es auf 21 Grad abgekühlt, doch die Temperatur ist bereits wieder am Steigen. Beim Schreiben des Tagesberichts muss ich feststellen, dass unser Netgear (unser mobile WLAN) nicht mehr funktioniert. Das Mobile Broadband wurde getrennt.  Draussen tummeln sich auf dem Camping-Platz einige drollige Känguruhs und Vögel geben ein herrliches Konzert. Bei der Reception gönnen wir uns ein feines Glacé. Hier haben wir Kontakt zum Camp-Wlan und können die Webseite online stellen. Nach 18 Uhr betrachten wir  nochmals den herrlichen Sonnenuntergang am Strand  und treffen dabei eine Familie aus dem Aargau und es kommt zu einem Small Talk. Zum Nachtessen kocht Silvia Spaghetti mit Schinken und Ei, dazu ein Blumenkohl-Kartoffel-Salat. Danach geniessen wir erneut das Zusammensitzen vor dem Camper.

 

So, 19.4.26  80-Mile-Beach - Broome 376 km
bis 39 Grad Reisetag

Wir verabschieden uns von den Känguruhs und Vögeln und rollen 9 km über die Naturstrasse zur Great Northern Heighway. Diesmal geht es besser, denn wir fahren mit 60 km/h über die Rillen; das schüttelt zwar immer noch, aber lange nicht mehr so stark. Den Tip haben haben wir vom Aargauer erhalten, den wir gestern beim Sonnenuntergang getroffen haben. Nach etwa 60 km tanken wir beim Sandfire Roadhouse und kaufen noch 1 Liter Oel, denn vor 3 Tagen erschien im Cockpit ein Hinweis, Öl nachzufüllen. Man könnte hier auch auf dem Camping übernachten. Die Strecke ist eintönig und bietet nicht viel. Gegen 15 Uhr treffen wir in Broome ein. Das Thermometer steigt zwischenzeitlich auf 39Grad!! Silvia hat und gibt sich Mühe... Broome, heute eine quirlige Kleinstast mit ca 15‘000 Einwohnern wurde um 1880 gegründet. Mit der Verlegung des Unterwasserkabels nach Java wurde die Kommunikation zu den Perlenmärkten hergestellt. Die Perlenindustrie erlebte 1913 ihre Blütezeit, als sie bis zu 400 Perlenboote und 3‘000 Perlentaucher beschäftigten. Es war ein buntes Völkergemisch; Aborigines, Chinesen, Malaien, Philippinos und Araber lebten vom lukrativen Muschelfang, und Broome kontrollierte 80% des weltweiten Perlenmarkts. Der erste Weltkrieg, ein verheerender Zyklon und das Bombardement der Japaner 1942 führten zum Niedergang. In den 1980er Jahren wurde wieder mit der Züchtung von Perlmuscheln begonnen. Heute ist dies und der Tourismus die grösste Einnahmequelle, Perlen gibt es an jeder Ecke zu kaufen… Wir checken beim schönen Cable Beach Caravan Park ein und buchen für 3 Nächte. Der Standplatz ist gleich neben dem schönen Pool, und Silvia testet ihn gleich. Nach einem Telefon mit Heidi bei der Reception (unser Wlan geht immer noch nicht) spazieren wir zum riesigen Strand und platzieren uns im Cable Beach House an einen Tisch für's Dîner, dabei können wir den prächtigen Sonnenuntergang beobachten. Für mich gibt's wieder einmal Austern, gefolgt von einem riesigen Angus Burger; Silvia bedient sich ebenfalls von diesem Burger, hat dazu noch einen grossen Salat. Nach einer Kugel Glacé und einem Abschluss Bier treten wir in stockdunkler Nacht den Heimweg an. Es gibt diesmal keine Diskussionen über den kürzesten Weg.

 
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